BuweFabrik geht in die Winterpause BuweFabrik geht in die Winterpause

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BuweFabrik geht in die Winterpause

BuweFabrik geht in die Winterpause

/// Positive Zwischenbilanz nach dem ersten Halbjahr - aber auch Sorgen um die Zukunft

(by) Das erste Halbjahr der BuweFabrik brachte den Verantwortlichen um Nachwuchsleiter Matthias Findeisen viel Arbeit, aber auch Zufriedenheit über das Erreichte. Denn trotz aller Widrigkeiten konnten die Weichen für den sportlichen Erfolg gestellt werden. Nahezu alle Mannschaften zeigten Leistungen, die noch im letzten Jahr kaum für möglich gehalten wurden und die sich auch in den Ergebnissen und Platzierungen niederschlugen.

Im Sommer wusste man nicht, ob die mit viel Herzblut und Zeitaufwand zusammengestellten Mannschaften den Anforderungen der jeweiligen Liga genügen würden. Doch jetzt zur Winterpause kann man den Mannschaftsverantwortlichen und dem Führungsteam der BuweFabrik bescheinigen, dass sie sehr gute Arbeit geleistet haben.

Der Blick in die einzelnen Mannschaften zeigt einmal mehr, welch großartige Arbeit geleistet wird. Paradebeispiel ist die zweite Mannschaft, der viele den Abstieg aus der Verbandsliga prophezeit hatten. Trotz fehlender Mittel – die Spieler erhalten keine Aufwandsentschädigung – wurde eine Truppe zusammengestellt, die sich mit acht Siegen aus den ersten 16 Spielen mehr als konkurrenzfähig präsentierte. Vor allem vor dem Hintergrund, dass es sich um die mit Abstand jüngste Mannschaft aller Zeiten seit Beginn der Datenerhebung in der Verbandsliga handelt, ist diese Zwischenbilanz mit Platz sieben noch höher zu bewerten.

Auch der erste Ertrag für den Profibereich ist eine Bestätigung der guten Arbeit der letzten Monate. So ist es nicht nur gelungen, Kenny Okpala vom Verbleib beim SV Waldhof zu überzeugen, sondern ihn nach nur wenigen Einsätzen in der U21 in die erste Mannschaft zu befördern, wo er mittlerweile zum Stammpersonal gehört.

Das soll natürlich Vorbild und Ansporn für die vielen anderen Talente beim SV Waldhof sein. Vielleicht sehen wir ja schon in der Rückrunde den einen oder anderen Spieler, der die Profis verstärkt. Das Potenzial der Spieler in der U21 und U19 ist jedenfalls erkennbar.

Und damit kommen wir zur U19, die leider hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Nach einem Fehlstart rutschte man von Beginn an ins untere Tabellendrittel der Oberliga Baden-Württemberg. Nach einem kleinen Zwischenhoch mit drei Siegen in Folge, darunter ein 11:0-Kantersieg im Pokal beim VfR Mannheim, folgten wieder Niederlagen, die zu einer spürbaren Verunsicherung der Jungs führten. Derzeit steht die Mannschaft mit neun Punkten zwar noch über dem Strich. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt allerdings nur drei Punkte. Die Spielpause soll nun genutzt werden, um die bisherige Saison aufzuarbeiten und den Spielern neues Selbstvertrauen für den Klassenerhalt zu geben.

Eine ganz andere Zwischenbilanz zieht dagegen die U17, die in der B-Junioren-Oberliga den zweiten Tabellenplatz belegt. Nach dem 3:1 gegen Walldorf am letzten Spieltag vor der Pause ist sogar der Aufstieg in die neue NLZ-Liga möglich. Die Mannschaft ist jedenfalls gewillt, alles zu geben, um die tollen Ergebnisse der Hinserie zu bestätigen und vielleicht diesen kaum für möglich gehaltenen Erfolg zu erreichen.

Ähnlich positiv ist das Abschneiden der U16 zu bewerten. Der junge B-Junioren-Jahrgang schlägt sich in der Verbandsliga hervorragend. Mit 22 Punkten aus elf Spielen liegt die Mannschaft punktgleich mit den Teams auf den Plätzen 2 und 3 auf Rang 4.

Auch die U15 erfüllt die Erwartungen. In der C-Junioren-Oberliga belegt das Team derzeit den vierten Platz. Nur drei Punkte fehlen auf den Tabellendritten Reutlingen, der allerdings ein Spiel mehr absolviert hat. Dahinter folgen unter anderem mit dem SSV Ulm und dem Freiburger FC Teams, die vor der Saison von vielen Experten stärker eingeschätzt wurden.

Der jüngere Jahrgang der C-Junioren, die U14, zeigt in der Verbandsliga, dass sie, obwohl oft jünger als die Gegner, mithalten kann. 12 Punkte nach der Vorrunde bedeuten Platz acht in der Verbandsliga.

Noch eklatanter ist der Altersunterschied bei der U13, die altersmäßig zu den D-Junioren gehört, aber in der Kreisliga der C-Junioren beheimatet ist. Ein dritter Platz nach der Hinserie ist hier ein tolles Ergebnis und zeigt, dass die Entscheidung der Verantwortlichen, Spielerinnen und Spieler gegen ältere Jahrgänge spielen zu lassen, absolut richtig ist.

Die U12 beendete die Hinrunde in der D-Junioren-Kreisliga auf dem zweiten Tabellenplatz. Der Rückstand auf Tabellenführer VfL Kurpfalz Neckarau beträgt nur fünf Punkte. Diesen Rückstand will die Mannschaft in der Rückserie noch aufholen, um die Meisterschaft feiern zu können.

Auch die U11 belegt nach der Hinrunde den zweiten Tabellenplatz. Gegen ältere D-Jugendmannschaften konnte sich das Team gut behaupten und liegt derzeit nur drei Punkte hinter dem Tabellenführer TSG Weinheim 2. Auch hier soll nach der Winterpause noch einmal angegriffen werden, um die Tabellenspitze zu erklimmen.

Die U10 bestreitet regelmäßige Leistungsvergleiche nach den Regeln des Verbandes und ist nicht in ein Ligasystem eingebunden. Bei diesen Spieltagen geht es in erster Linie um die individuelle Förderung der Spieler. Dennoch zeigt auch dieser Jahrgang bereits tolle Ansätze und lässt hoffen, dass diese Spieler den Waldhof in den kommenden Jahren hervorragend vertreten werden.

Die Zwischenbilanz kann sich sehen lassen. Und doch ist die Zukunft der BuweFabrik noch nicht gesichert. Der Kraftakt, der in diesem Jahr vollbracht wurde, kann nicht jedes Jahr wiederholt werden. Viele Trainer haben auf eine leistungsgerechte Vergütung verzichtet, viele ehrenamtliche Unterstützer haben unzählige Stunden für den Erhalt des Nachwuchses geopfert. Dass dies nicht jedes Jahr in diesem Umfang erwartet werden kann, ist verständlich. So ist klar, dass der Verein auch weiterhin auf Sponsoren angewiesen ist, um seinen Etat, den er komplett selbst erwirtschaften muss, zu decken. Auch Mitgliedsbeiträge und Spenden helfen dabei enorm. Insofern kann jeder Einzelne dazu beitragen, dass der Nachwuchs auch in Zukunft erfolgreich sein kann. Helfen Sie also mit, dass das Ansehen der Waldhof-Jugend auch in Zukunft erhalten bleibt.

23.12.2023